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[Translate to German:] Zwei Männer halten eine Urkunde vor dem Hintergrund des Global Technology Forums

Forschung ohne Grenzen

Es war eine große Freude, Professor Fikile Brushett, den ersten Empfänger des Dieter-Schwarz-Forschungsstipendiums für mutige Forschung, auf dem diesjährigen Global Technology Forum am TUM Campus Heilbronn vorzustellen.

Professor Brushett ist Ralph-Landau-Professor für Chemische Verfahrenstechnik und Direktor der Practice School am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er kam 2012 zum MIT und wurde 2024 zum ordentlichen Professor ernannt. Seine Forschung konzentriert sich auf elektrochemische Technologien für eine nachhaltige Weltwirtschaft. Mit mehr als 130 Publikationen und einer führenden Rolle im Joint Center for Energy Storage Research des US-Energieministeriums hat er den globalen Dialog über Energiesysteme der nächsten Generation beeinflusst und vorangebracht.

Gastgeber und Vizepräsident des TUM Campus Heilbronn Ali Sunyaev erinnerte an die Beharrlichkeit, die hinter wissenschaftlichen Durchbrüchen steckt: „Thomas Alva Edison sagte einmal: ‚Genialität besteht zu einem Prozent aus Inspiration und zu neunundneunzig Prozent aus Transpiration.‘ Zwar hören wir, wenn wir uns die Geschichte der Wissenschaft ansehen, oft Geschichten über diese magischen ‚Heureka!‘-Momente. Aber davor liegen oft lange Zeiträume, in denen man sich mit schwierigen Problemen auseinandersetzt, oft ohne Garantie auf Erfolg. Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist.“

 

Eine Maxime für die Bildung

 

Für Dieter Schwarz, den Stifter des Stipendiums, gilt eine Maxime, die nicht nur für seine Heimatregion Heilbronn, sondern weit darüber hinaus gilt: Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. „An dieser Stelle möchte ich Dieter Schwarz im Namen des TUM Institute for Advanced Study, des TUM Campus Heilbronn und der gesamten Technischen Universität München unseren tiefsten Dank aussprechen“, sagte Professor Sunyaev und fuhr fort: „Für den Stifter war es immer ein vorrangiges Anliegen, ein gutes Lernumfeld zu schaffen. Diese Vision wird hier am TUM Campus Heilbronn verwirklicht.“

Professor Brushett berichtete, wie sich die Förderung auf seine Arbeit auswirkt: „Ich bin sehr dankbar. Es war eine großartige Gelegenheit für mich, mit Kollegen in Deutschland zusammenzuarbeiten und eine Forschungsrichtung in meinem Bereich zu verfolgen, die ich allein nicht hätte einschlagen können. Diese Auszeichnung hat es uns ermöglicht, diese Tür zu öffnen.“ Er hob auch den Geist der Zusammenarbeit zwischen dem MIT und der TUM hervor: „Ich habe es sehr genossen, mit den Studenten im Labor von TUM-Professorin Jennifer Rupp zusammenzuarbeiten und mich mit Themen zu beschäftigen, die für mich allein wiederum schwierig zu bearbeiten wären. So können wir neue Wege beschreiten.“

Die innovativen Forschungsziele des Teams: „Wir hoffen, eine neue Keramikmembran für den Einsatz in Batterien zu entwickeln. Diese ist speziell für Redox-Flow-Batterien gedacht, also Batterien, die für die langfristige Energiespeicherung im Stromnetz konzipiert sind“, erklärt Brushett.

 

Austausch verschiedener Perspektiven

 

Im Rückblick auf seine Zeit in Heilbronn betonte er den Wert des Austauschs: „Ich habe unglaublich viel gelernt und die Zeit hier sehr genossen. Ich gehe mit einer viel tieferen Wertschätzung dafür, wie viel Menschen tatsächlich aus verschiedenen Perspektiven über die Zukunft der KI nachdenken.“

Ein Stipendium, das mutige Ideen fördern soll, ein Forscher, der die Grenzen der nachhaltigen Energie erweitert, und ein Campus, der sich Neugier, Zusammenarbeit und Mut verschrieben hat – das ist es, was Innovation auf eine neue Ebene hebt.

Herzlichen Glückwunsch!