Von A wie Anstrengung über D wie Disziplin bis zu Z wie Zuversicht. Für Mona Brückmann, Leistungssportlerin und Masterstudentin an der TUM, sind das keine leeren Worthülsen, sondern wichtige Bestandteile ihres bewegten Alltags. Die Ruderin ist glücklich, dass sie im Herbst 2025 eines der Spitzensport-Stipendien der Heilbronner Hochschulen bekommen hat. Sie freut sich riesig über die Anerkennung, die damit einhergehende finanzielle Unterstützung und individuelle Betreuung in sportlichen und organisatorischen Fragen helfen ihr über manche Hürde. „Das ganze Team arbeitet so toll, um mir die Möglichkeit zu geben, neben dem Studium meinen Sport weiter zu betreiben – das ist eine ganz wichtige Unterstützung für mich.“
Von der Loipe ins Boot
15 Jahre lang ist Mona Brückmann als Biathletin aktiv: „sehr intensiv, sehr erfolgreich“. Deutsche Meisterschaften, Teilnahme an der Junioren-WM stehen auf dem Programm der Schülerin – Titel bleiben nicht aus. Zwischen dem Abitur 2019 im nordrhein-westfälischen Engelskirchen und dem Start zum BWL-Studium in Düsseldorf bleibt der Leistungssport kurz auf der Strecke. Schweren Herzens verabschiedet sie sich in der neuen Lebensetappe vom Biathlon, startet mit Joggen und geht ins Fitness-Studio – doch etwas Entscheidendes fehlt: der Leistungssport, ihre große Leidenschaft. „Ich habe meine Kindheit im Sport verbracht, er ist Teil meiner Persönlichkeit“, sagt die zierliche, 1,68 Meter große Frau. Durch eine Bekannte kommt dann die Wende - sie weckt ihr Interesse für die Hochschulsportgruppe Rudern. Im Düsseldorfer Medienhafen probiert sie als Quereinsteigerin den neuen Sport aus. „Mir war direkt klar, das ist es. Es war Liebe auf den ersten Blick.“
Die Transformation der Biathletin in die Ruderin Mona gelingt spielend. Ehrgeiz und Ambition, klassische Charakteristiken einer Leistungssportlerin, helfen ihr dabei. Biathlon wie Rudern sind beides Kraft-Ausdauer-Sportarten, die sehr gut zueinander passen. Erst Ende 2021 beginnt die Tochter einer Biathletin mit der neuen Sportart und schon 2025 kehrt sie aus ihrer ersten Wettkampfsaison mit der Fahrkarte für die Europäischen Hochschulmeisterschaften Rudern in Kroatien im August 2026 zurück. In Breisach wird sie Landesvizemeisterin im Frauen-Leichtgewicht-Einer. „Ich liebe Wettkämpfe. Man hat ein Trainingsziel, mit jedem Tag wächst die Vorfreude.“
Wettbewerbsvorteile an der TUM
Gute Noten gibt es von Mona Brückmann für den TUM Campus Heilbronn. Die nagelneuen Gebäude, die Ausstattung in „allerbester Qualität“, die renommierten Professorinnen und Professoren und die Nähe zur Forschung sind Pluspunkte. Mit 20 Personen statt mit Hunderten in einer Vorlesung zu sitzen, fühlt sich für sie mehr nach Privatuni denn nach öffentlicher Universität an.
Über ihren Verein, die Heilbronner Ruderschwaben, schwärmt sie in höchsten Tönen. Da ist die vier Kilometer lange Ruderstrecke, windgeschützt und so auch im Winter nutzbar. Dann das Bootshaus mit Wow-Effekt. Gemeinsam mit Felix Nack, ebenfalls Spitzensport-Stipendiat an der TUM, engagiert sie sich dort in der Hochschulgruppe.
Acht bis zehn Trainingseinheiten gehören zum Wochenplan der Studentin. Am Wochenende heißt es ebenfalls: lernen und rudern. Dazu arbeitet sie noch als Werkstudentin bei Deloitte in der IT-Steuerberatung. Ohne gutes Zeitmanagement geht das nicht. Dank des Stipendiums muss sie weder auf das eine noch auf das andere verzichten. „Wenn ich einen langen Arbeitstag an der Uni hatte, bin ich heilfroh, dass ich beim Sport alles, was sich tagsüber angestaut hat, rauslassen kann“, sagt Mona Brückmann. Und im Boot fliegen ihr zündende Idee für Uniaufgaben zu. Im Spitzensport und in der Spitzenforschung ist Disziplin gefragt. „Ich liebe mein Studium.“ Und dafür sei sie genau am richtigen Ort. Wie gut, dass sie von ihrer Wohnung in der Stadtmitte in vier Minuten auf dem Bildungscampus und im Bootshaus ist. Ihr sportliches Ziel: einen Wettbewerb auf nationaler Ebene zu gewinnen. Dafür wird sie ihr Bestes geben.