Sie reisen mit dem Regionalzug nach Ludwigsburg, wo Sie das Deutsch-Französische Institut kennenlernen, seine Forschenden treffen und die Bibliothek, das Dokumentationszentrum sowie verschiedene Ausstellungen und interaktive Materialien erkunden.
Das Deutsch-Französische Institut (dfi) ist ein Exzellenzzentrum für Forschung und Dokumentation zu Frankreich der Gegenwart sowie zu den deutsch-französischen Beziehungen im europäischen Kontext.
Seine speziell konzipierten Formate ermöglichen es, die deutsch-französische und europäische „Versöhnung“ zu erleben: Zeitzeugenberichte, schriftliche Quellen sowie Video- und Audiomaterialien machen nachvollziehbar, was Menschen dazu motiviert, Grenzen zu überwinden, Feindschaften hinter sich zu lassen und dauerhafte Freundschaften und Beziehungen aufzubauen.
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Wann?
22.05.2026
09:45
-
16:00
Wer?
Campus Living
Detail Information:
Videoberichte (Zeitzeugen) über die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Montbéliard (1950):
- die ersten Begegnungen, das erste deutsch-französische Fußballspiel nach dem Krieg
- der Umgang mit Krisen (Treffen ehemaliger Waffen-SS-Mitglieder in Ludwigsburg)
- Individuelle Schicksale (Jean-Michel Kahn, der letzte Überlebende der jüdischen Gemeinde von Montbéliard), historische Momente (die Rede von General de Gaulle an die deutsche Jugend in Ludwigsburg) sowie persönliches Engagement (Alfred Grosser als „Zeitzeuge des Jahrhunderts“) stehen im Mittelpunkt.
Mit didaktischer Unterstützung des dfi werden Sie die dargestellten individuellen Schicksale in ihren historischen Kontext einordnen. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis des damit verbundenen Narrativs der „Versöhnung“.
Die Überwindung und Eindämmung des deutsch-französischen Konflikts war und ist die wichtigste Einzelbegründung für das europäische Projekt: Nach drei verheerenden Kriegen – zwei davon Weltkriege – begannen beide Länder und ihre Gesellschaften einen Prozess der „Versöhnung“. Die Begegnung von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Entwicklung einer „transnationalen Zivilgesellschaft“ gingen Hand in Hand mit der europäischen Integration und führten zur heutigen Europäischen Union. Doch wer waren die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung? Was motivierte einzelne Menschen? Und ist Versöhnung ein dauerhafter Prozess oder ein erreichter Zustand? Lässt sie sich auf andere konfliktreiche Regionen übertragen?
Hinweis: Im Anmeldeformular werden Ihre Deutsch- und Französischkenntnisse abgefragt, da die Originalquellen auf Deutsch und/oder Französisch vorliegen.